Webinar „Employer Branding in der digitalen Arbeitswelt“ am 02.06.2021, 10-11 Uhr

Employer Branding ist das Kommunikationsthema der Stunde: Denn der Arbeitsmarkt ist für Unternehmen herausfordernder denn je. Ronny Uhlemann – Senior Consultant und Accountmanager bei pioneer communications – zeigte in unserem Webinar am 2. Juni, was aktuelle Chancen für Mitarbeiterbindung, Recruiting und Kommunikation sind.

Agenda

10.00 Uhr – Begrüßung

10.15 Uhr – Impulsvortrag

10.40 Uhr – Q&A Fragerunde

11.00 Uhr – Ende des Webinars

 

Die wichtigsten Auszüge aus der Q&A-Session:

Wie komme ich als Unternehmen auf die passenden Benefits oder Employer Branding Maßnahmen?
  • Es gibt kein Set an Maßnahmen, aus dem man sich bedient, vielmehr ist die ganzheitliche Betrachtung von Bedeutung: Was ist der Kern der Employer Brand, bzw. des Unternehmens? Geht es um gesellschaftliche Verantwortung, Nachhaltigkeit, Regionalität, usw.?
  • Es ist entscheidend, sich als Unternehmen Gedanken darüber zu machen, „wie“ man ist. Daraus lassen sich in einem nächsten Schritt individuelle, passgenaue Maßnahmen ableiten.
Was sind aus eurer Sicht typische Themen aus den Lebenswelten der Mitarbeiter:innen?
  • Das ist bei unseren Kunden sehr breit gefächert: Betrachten wir den Lebensmitteleinzelhandel, dreht es sich um Themen wie Regionalität, regionale Wirtschaftskreisläufe und gesellschaftliche Verantwortung. In anderen Bereichen spielt Nachhaltigkeit eine Rolle oder eben einige Themen, die auch aus dem privaten Umfeld mit in das Unternehmen hineingetragen werden. Darunter fallen beispielsweise Themen wie Gesundheit und Ernährung.
  • Arbeiten und Leben vermischt sich immer mehr. Das bedeutet, wenn ich arbeiten gehe, will ich meine Lebenswelt ein Stück weit mitnehmen und sie vertreten sehen. Das hat Einfluss auf die Arbeitgebermarke.
Die Mitarbeiter:innen bei der Entwicklung der Arbeitgebermarke mitzunehmen macht Sinn. Wann sollte ich alle mitnehmen und wann reicht es, mit Fokusgruppen zu arbeiten?
  • Das ist stark abhängig von der Unternehmensgröße. So macht es bei kleineren Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeiter:innen Sinn, alle in den Prozess zu integrieren.
  • Eine Befragung aller Mitarbeiter:innen ist möglich. In der Regel wird mit einem Kick-Off Workshop mit der Geschäftsführung und Abteilungsleiter:innen definiert, wie weitere Mitarbeiter:innen eingebunden werden können.
Wie sieht der Prozess der Employer Brand aus?
  • Grundsätzlich gliedert sich der Prozess in den Analyse-, Konzeptions- und Maßnahmenteil.
  • Im Analyseteil werden die Basics gelegt: Es wird gemeinsam mit den Unternehmener:innen überlegt, wie der Prozess sinnvoll funktionieren kann. Dabei gibt es kein klassisches Muster, der Prozess ist agil und muss individuell an die jeweiligen Gegebenheiten in den Unternehmen angepasst werden. Es wird geschaut, ob beispielsweise Gewerkschaften oder Betriebsräte miteinbezogen werden müssen.
  • Die Anpassungen auf das jeweilige Unternehmen werden im Analyseteil methodisch mit Workshops, Befragungen und Interviews durchgeführt.
  • Im Konzeptionsteil – unserer Arbeit an sich – sind wir gut strukturiert. Hier haben wir unsere Bausteine, die wir brauchen und nutzen müssen, um die Botschaften zu definieren, um herauszufinden, wie wir das Unternehmen nach außen präsentieren wollen (Wording usw.). Dies geschieht in Konzeptionsblöcken mit Schulterblicken und in Abstimmung mit dem Unternehmen zusammen, um eine Definition zu erarbeiten, die mit allen abgestimmt ist und mit der alle leben können.
  • Wichtig: Wir entwickeln nichts, was nicht auch zum Unternehmen passt. Alles wächst aus dem Unternehmen heraus, jede:r Mitarbeiter:in und auch die Führungskräfte merken, sie sind der Kern des Unternehmens. Im Anschluss gilt es noch zu definieren, in welche Richtung man sich entwickelt möchte und was der Fokus ist.
  • Darauf aufbauend kann man die Maßnahmenplanung strukturieren. Das kann sehr kleinteilig passieren aber auch auf Jahres- bzw. Zweijahrespläne in bestimmten Themen strukturiert werden.
  • Die konkreten Maßnahmen entstehen aus der jeweiligen Konzeptionsphase heraus.
Welche Fehler können beim Aufbau der Employer Brand gemacht werden?
  • Der größte Fehler wäre, die Mitarbeiter:innen nicht mitzunehmen, denn sonst kann eine Arbeitgebermarke entstehen, die man zwar nach außen kommunizieren kann, die aber nicht authentisch ist. Hierbei merken die Mitarbeiter:innen schnell, dass es nicht zum Unternehmen passt.
Welcher zeitliche Rahmen muss bei der Entwicklung der Employer Brand eingeplant werden?
  • Das ist immer abhängig von der Unternehmensgröße. Ungefähre Richtwerte sind:
    • Analysephase: 2-3 Monate
    • Konzeptionsphase: 1-2 Monate
    • Die Maßnahmenphase sollte langfristig betrachtet und immer weitergeführt werden. Hier werden gemeinsam mit dem Unternehmen KPIs definiert, regelmäßig geprüft, ob diese erreicht werden und ggf. nachjustiert und daraus dann weitere Maßnahmen geplant.
  • Es ist wichtig, zu betonen, dass der Prozess der Arbeitgebermarke immer wieder hinterfragt und nachjustiert werden muss, um diesen weiterzuführen.

Unser Employer Branding Kontakt:

Laura Koormann

Tel. +49 30 208 98 70 37
Mail: laura.koormann@pio-com.de

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