Das Jahr 2020 ist Geschichte – Corona noch längst nicht. Somit ist eines schon mal klar: Das Thema des vergangenen Jahres wird uns auch dieses Jahr weiter begleiten – bei allen Trends und Maßnahmen. Letztendlich ist Corona dabei Auslöser, Einschränker, Herausforderung und Chance zugleich. Wir haben unsere Expert*innen digital in ihren Homeoffices besucht und sie nach den Kommunikations-Trends 2021 gefragt. Daraus ist unsere Liste der acht wichtigsten Trends entstanden, die Sie unbedingt im Blick haben sollten!

1. Videos erzeugen Nähe bei Social Distancing

Es wird noch lange so sein, dass Unternehmen keine oder nur eingeschränkte persönliche Kontakte zu ihrer Zielgruppe aufbauen können. Produkte und Dienstleistungen werden somit nicht mehr emotional erlebt. Die Sinne, die etwa beim Beratungsgespräch im Geschäft vor Eindrücken nur so sprießen, sind nun unterfordert. Helfen Sie Ihren Kunden also, wieder Emotionen zu erleben – auch im Lockdown. Die Menschen kleben gerade förmlich am Bildschirm, Smartphone oder TV. Erzählen Sie rührende Geschichten mit Filmen auf YouTube, Facebook und Co. oder bauen Sie emotionale Podcasts, Digitalformate und ähnliches für andere Onlinekanäle.

2. Interaktive Erlebniswelt erschaffen

Sichern Sie sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Erschaffen Sie eine einzigartige, digitale Markenwelt, in der die User nur so hineingezogen werden, wie Alice in den Kaninchenbau. Gerade jetzt im Winter und Frühling, wenn die Tage noch kürzer sind, werden die Menschen viel Zeit zuhause verbringen und sehnen sich nach Abenteuern. Wie wäre es also mit einem virtuellen Ort zum Wohlfühlen, Entdecken und Erleben? Technisch ist heute fast alles möglich – wie etwa interaktive Erzählungen, VR-Erlebnisse, Streaming-Angebote und vieles mehr. Schaffen Sie so einen Begegnungsort mit Ihrer Marke.

3. Employer Branding ist ein Muss

Die Corona-Pandemie stellt Unternehmen immer noch vor große Herausforderungen in der Arbeitgeberkommunikation: Homeoffice führt schleichend zu „Corporate Distancing“ und laut einer Studie von Karriere.at geben rund 50% der befragten Arbeitnehmer an, nach der Krise ihren Arbeitgeber verlassen zu wollen. Genau die richtige Zeit also, um frischen Wind in das Employer Branding zu bringen: So werden die Bindung zu bestehenden Mitarbeitern und das Recruiting freigewordener Fachkräfte gestärkt. Welche strategischen oder operativen Herausforderungen haben Sie aktuell hinsichtlich Ihrer Arbeitgebermarke? Schauen Sie genau hin – Employer Branding ist jetzt wichtiger denn je!

4. Pressearbeit lohnt sich

Professionelle Pressearbeit von Unternehmen wird in Zukunft noch wichtiger. In Anbetracht des Ausnahmejahres 2020 berufen sich die Menschen mehr und mehr auf zuverlässige Quellen, wie etwa etablierte Medien. Durch Fake-News und Verschwörungsmeinungen (selbst vom Ex-Präsidenten der USA) sind viele Menschen skeptischer als zuvor. So steigen auch die Erwartungen an Unternehmen und ihre Marken. Berichte über Ihr Unternehmen in verlässlichen Medien sind dabei hilfreich für ein glaubwürdiges Branding.

5. Online-Events inszenieren

Auch im Jahr 2021 werden große Messen, Konferenzen und Veranstaltungen nicht stattfinden. Die für viele Unternehmen wichtigen Live-Formate mit persönlicher Kommunikation fallen somit weg. Zunächst haben verschiedene digitale Kommunikationsformate diese Lücke gefüllt. Doch auf Dauer ist ein neuer Newsletter, ein Informations-Video oder verstärkte Social Media-Kommunikation kein Event-Ersatz – vor allem im B2B-Marketing. Etwas Besseres muss her! Überlegen Sie deshalb, wie Sie Ihre Online-Events umfassend inszenieren können. Nutzen Sie alle Konferenztool-Möglichkeiten – von Breakout-Rooms, über eingespielte Filme, professionelle Moderationen bis hin zum Studio-Setup mit einer Hand voll Kameras für das perfekte Bild. So wird Ihr Standard-Webinar zum Online-Event, das in Erinnerung bleibt.

6. Nachhaltig sein

Spätestens jetzt sollte es jede*r begriffen haben: Es gibt nur eine Erde. Und der Großteil der Menschen geht mittlerweile davon aus, dass Marken gesellschaftliche und ökologische Verantwortung übernehmen sollten. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen für echte Nachhaltigkeit und sinnvolles Umweltbewusstsein eintreten, gewinnen Sie an Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Das höchste Gut in der Kommunikation! Also denken Sie darüber nach, was Sie tun können – und wie Sie dies kommunizieren. Wie wäre es mit einer eigenen Umweltverbesserungsaktion?

7. Ein neues Zeitalter für neue Marken

Burger King hat es vorgemacht – weitere werden folgen: Überprüfen Sie ihre Corporate Identity und erneuern Sie das Branding Ihres Unternehmens. Das Krisenjahr 2020 hat bei vielen Menschen auch eine Sinnkrise ausgelöst. Die Zeit allein, zuhause oder in Kurzarbeit hat sie zum Nachdenken angeregt. So geht es sicherlich auch einigen Unternehmen und Marken. Gehen also auch Sie in sich: Wofür steht Ihr Unternehmen? Was ist der Sinn und Zweck Ihrer Marke? Und ist dies auch nach außen zu erkennen? Denken Sie mal darüber nach! Dazu gilt: Authentizität first! Corona und seine Folgen wie etwa Homeoffice haben das Verhältnis zum Perfektionismus verändert. Wer hat sich im Video Call nicht mal in Jogginghosen gezeigt? Diese Authentizität ist sympathisch. Sie hat uns im vergangenen Jahr zusammengeschweißt. Versuchen Sie, das auch mit Ihrer Marke zu erreichen!

8. Audioformate kommen an

Das Jahr 2020 stand auch im Zeichen der Podcasts – die immer beliebter und vielfältiger werden. Und somit wird das Thema Audio auch in 2021 wieder eine gewichtige Rolle spielen. Die nächste Stufe „Live Drop-in Audio“ ist mit Clubhouse erklommen. Auch wenn das zunächst nur für iPhone-Nutzer gilt, die eine Einladung haben. Ob und was man von der Social Listening App – im wahrsten Sinne des Wortes – in den nächsten Wochen noch hören wird, werden wir sehen.

Sollten Sie Fragen zu den Trends haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Welche Themen und Projekte uns im vergangenen Jahr bewegt haben, können Sie hier entdecken.