Kununu und andere Arbeitgeber-Bewertungsplattformen sind derzeit sehr beliebt. Nie war es einfacher, ein Unternehmen im Netz kennenzulernen. Firmen präsentieren sich in den unabhängigen Portalen und werden dort von Usern bewertet und kommentiert. Durch die Bewertungen ergibt sich ein möglichst objektives Bild eines Unternehmens. So sehr sich Personaler über positive Bewertungen freuen – so ärgerlich sind schlechte Bewertungen und negative Kommentare. Auch wir haben schon harte Urteile erhalten. Wie Sie mit solchen Bewertungen umgehen und was der Leipziger Weihnachtsmarkt damit zu tun hat, erfahren Sie im Beitrag.

 

Bewertung lesen und sacken lassen

Wenn Ihr Unternehmen eine schlechte Bewertung erhält, sollten Sie zunächst Ruhe bewahren. Die Unternehmensbeurteilung mal eben so im Meeting unter‘m Tisch lesen, bringt Ihnen nichts! Denn Arbeitgeberbewertungen können sehr wertvoll sein und so sollten Sie auch mit ihnen umgehen. Nehmen Sie sich Zeit, die einzelnen Punkte des Feedbacks zu lesen. Achten Sie darauf, nicht schon beim ersten Lesen in eine Rechtfertigungshaltung zu verfallen und schon geistig die negativen Kommentare wegzuwischen. Durch schlechte Unternehmensbewertungen fühlen sich Chefs und Personaler oft persönlich angegriffen – beziehen sich die Äußerungen ja auf das „Baby“ vom Chef oder auf das vom Personaler mühsam aufgebaute HR-Konzept. Lassen Sie das Urteil sacken und handeln Sie nicht voreilig. Mit einer Nacht Schlaf schauen Sie sicher ganz anders auf die Sache.

Trennen Sie Fakten und Emotionen

Auf den meisten Bewertungsportalen werden Sterne oder Punkte in festen Kategorien verteilt. Das wirkt auf den ersten Blick objektiv, nachvollziehbar und vergleichbar. Mehr Potenzial für schlechte Laune bringen die offenen Textfelder mit sich, in denen der Bewertende auch mal richtig Dampf ablassen kann. Insgesamt enthalten beide Arten der Bewertung (Punktesystem und Kommentare) objektive Fakten sowie subjektive Emotionen. Das sollten Sie sich klar machen und die Bewertung auch danach aufteilen. Listen sie faktische Beurteilungen auf, um anschließend daran arbeiten zu können. Ein Beispiel: „Die wöchentliche Arbeitszeit von 60 Stunden ist mir viel zu viel!“ Notieren Sie auch alle emotionalen Aussagen, um später analysieren zu können, woher die Emotionen stammen. Beispiel: „Bei dem Job bin ich jeden Feierabend krass ausgelaugt und habe kaum Spaß an der Arbeit.“ Fragen Sie sich, welche Gründe eine solch emotionale Bewertung haben kann. Führen Sie sie auf objektive Fakten zurück wie etwa die wöchentliche Arbeitszeit, die Größe des Teams oder die Anzahl der zu betreuenden Kunden.

Wer hat mich eigentlich bewertet?

Bei der Analyse der Arbeitgeber-Bewertung sind die Informationen zum Absender äußerst nützlich: Kategorien wie Standort, Position, Unternehmensbereich und Jobstatus helfen bei der Untersuchung. Mit Hilfe der Standort-Angabe lassen sich konkrete Probleme direkt lokalisieren und im besten Fall direkt beheben. Zudem spielt es natürlich eine große Rolle, ob eine Bewertung vom aktuellen Mitarbeiter, einem Praktikanten, Werkstudenten, Bewerber oder Ex-Mitarbeiter stammt. Der gekündigte Angestellte trägt sicherlich ein hohes Potenzial für eine schlechte Bewertung in sich. Dennoch sollten Sie auch oder gerade diese Bewertungen ernst nehmen. Meistens sind es die ehrlichsten. Was Sie nicht tun sollten: Versuchen Sie nicht anhand der Informationen zum Absender und der Bewertung herauszufinden, welche Person hinter der Unternehmensbeurteilung steckt. Rätselraten und Halbwissen bringen nur Unruhe mit sich. Selbstverständlich wäre es toll, sich direkt mit dem Absender auseinandersetzen zu können – wie wir das handhaben, lesen Sie zum Schluss.

 

Aus der Bewertung lernen

Tragen Sie alle Erkenntnisse sachlich zusammen und besprechen Sie diese mit anderen Verantwortlichen im Unternehmen. Überlegen Sie gemeinsam mit der Geschäftsführung oder dem Personalbereich, welche Gründe einer negativen Bewertung zugrunde liegen und wie Sie sich in den bewerteten Unternehmensbereichen wirklich verbessern können. Daraus können kleine, aber feine sowie wirklich umfassende Anpassungen im Unternehmen resultieren. Die Mitarbeiter sind das höchste Gut im Unternehmen – deshalb sind Firmenbewertungen auch Chefsache und wichtiger strategischer Input.

Wenn nötig, antworten Sie auf die Bewertung

Grundsätzlich genügt es, Bewertungen zu analysieren und passende Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Eine öffentliche Antwort auf dem Bewertungsportal ist nicht zwangsläufig nötig. Sie sollten sich dennoch eine Grenze setzen, ab der Ihr Kommentar auf eine Arbeitgeber-Bewertung notwendig ist. Dies kann der Fall sein bei Falschaussagen, persönlichen Angriffen oder sehr krassen Formulierungen. Antworten Sie in diesem Fall nach Ihrer Analyse – und eben nicht im Affekt. Halten Sie Ihre Antwort kurz und sachlich. Versuchen Sie auch auf den Bewertungsabsender zuzugehen. Bisher haben wir bei Kununu zwei Bewertungen kommentieren müssen. Wir haben darin dargelegt, wie wir mit der Bewertung umgehen: ernst nehmen, analysieren, verbessern. Einem Ex-Mitarbeiter haben wir beispielsweise den persönlichen Austausch bei unserem alljährlichen Ehemaligen-Treffen auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt samt Glühwein und Punsch angeboten.

Prävention durch Mitarbeiterbefragung

Wenn Sie die oben genannten Vorschläge befolgen, sind Sie in Sachen Arbeitgeber-Bewertungen gut aufgestellt. Am besten, Sie gehen das Thema schon präventiv an und holen sich aktiv und regelmäßig Feedback Ihrer Mitarbeiter ein. Dies kann in persönlichen Mitarbeitergesprächen passieren (z.B. Mitarbeiterjahresgespräch) oder mittels einer jährlichen Mitarbeiterbefragung. Konzipieren Sie Fragen, bei denen die Mitarbeiterantworten Ihre Unternehmensentwicklung wirklich voranbringen. Dabei ist es sinnvoll, die Mitarbeiterbefragung zu clustern: Stellen Sie zum Beispiel Fragen in den Bereichen Aufgaben/Tätigkeiten, Führung/Vorgesetzte, Arbeitsatmosphäre, Unternehmensentwicklung/-identität und Ausstattung/Technik. So erhalten Sie regelmäßig Feedback Ihrer Mitarbeiter und erkennen Probleme sofort.

Seit 2012 unterstützen wir die interne Kommunikation des deutschen Onlinemarktplatzes eBay.de am Standort Berlin/Dreilinden. Neben kontinuierlichen Maßnahmen, die die eBay-Mitarbeiter auf dem neuesten Stand über den Konzern und Events auf dem Campus in Dreilinden halten, unterstützen wir eBay bei regelmäßigen kampagnenbezogenen Projekten, z.B. zu besonderen Anlässen wie Ostern und Weihnachten oder im Rahmen von eBay Kampagnen. Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.

Als Agentur für Kommunikation, PR und Marketing haben wir einen besonderen Blick auf die Außenwirkung unseres Unternehmens. Dabei ist die Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu besonders wichtig für unser Employer Branding. Umso mehr freuen wir uns, dass wir beim aktuellen Arbeitgeber-Ranking von PR Report und Kununu unter den 10 beliebtesten Unternehmen der Branche stehen.