Employer Branding ist das Kommunikationsthema der Stunde. Denn der Arbeitsmarkt verschärft sich: Jobs werden leichter gefunden sowie schneller wieder aufgegeben, Geld ist nicht mehr alles und Unternehmen sind öffentlicher denn je. Diese Trends führen dazu, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter*innenbindung und das Recruiting auf den Prüfstand stellen. Mit strategischem Employer Branding gehen Sie diese Punkte geplant an und schaffen eine Arbeitsumgebung, in der sich Mitarbeiter*innen wohl wohlfühlen. In diesem Blogpost erfahren Sie, wie Sie eine passende Employer Branding Strategie aufstellen und welche Rolle sie für die Aktionen und Maßnahmen spielt.

Was bedeutet Employer Branding?

Eine gute Employer Brand besteht aus mehr als nur Benefits wie ein bezahltes Mittagessen oder Obstkörben, die angeboten werden. Es geht vielmehr darum, was und wie das Unternehmen repräsentiert – was es im Kern ist. Hier passiert oftmals ein Fehler: Unternehmen blicken auf einzelne Komponenten ihrer Arbeitgebermarke – wie zum Beispiel Sozialleistungen, Büroräume, Unternehmenskultur oder andere und vergessen dabei, dass nichts davon von Bedeutung ist, wenn der Employer Brand als Ganzes kein Vertrauen geschenkt wird.

Eine starke Arbeitgebermarke zu schaffen bedeutet also, dass die Eigenschaften kultiviert werden müssen, die Mitarbeiter*innen wirklich suchen – abseits von Gehaltsverhandlungen, Events, Prozessen und Co. Wenn Unternehmen diese Eigenschaften konkret intern sowie extern aufzeigen und kommunizieren können, haben sie eine Arbeitgebermarke, die echte Fans hat.

Laut iHire 2019 Employer Branding Pulse Survey haben 59 % der Unternehmen keine Employer Branding Strategie oder sind sich nicht sicher, ob sie eine haben. Eine klare Strategie – ein Konzept – ist aber zwingend notwendig, um die Arbeitgebermarke erfolgreich zu positionieren und die passenden Maßnahmen dafür umzusetzen. Wegen aktueller Arbeitsmarkttrends wird Employer Branding zunehmend wichtiger: Denn Jobs werden leichter gefunden und schneller wieder aufgegeben. Geld ist nicht alles, was zählt und Mitarbeiter*innen wollen sich mit ihrem Unternehmen verbunden fühlen. Zudem sind Unternehmen „öffentlicher“ und sichtbarer als je zuvor.

Auf die derzeitigen Herausforderungen und entsprechende Chancen gehen wir in unserem kostenlosen Employer Branding Guide umfassend ein.

Employer Branding Definition

Mit strategischem Employer Branding wird ein Unternehmen gezielt als attraktiver Arbeitgeber dargestellt und hebt sich dabei positiv von anderen Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt ab. Es ist die Story um die Arbeitgebermarke, mit der Unternehmen potenziellen und aktuellen Mitarbeiter*innen zeigen, wer sie sind, woran sie glauben und was sie als Arbeitgeber bieten können. Wenn Marken zeigen, was sie hinsichtlich der Vision und der Unternehmenskultur einzigartig macht, hilft das Employer Branding im Markt herauszustechen. Somit werden Menschen angesprochen, die an diese Vision glauben und dazu auch einen Beitrag leisten wollen.

Employer Branding Strategie entwickeln

Schauen wir uns also an, was Unternehmen tun können, um ihre Arbeitgebermarke zu analysieren und zu ergründen – und wie die Employer Brand geschärft wird. Unabhängig davon, ob Unternehmen die folgenden sieben Schritte schon teilweise angegangen sind oder ganz von vorne anfangen, ist es wichtig, die Employer Brand bewusst und strategisch zu entwickeln.

Employer Brand Prozess-Beispiel

Bevor Employer Branding Maßnahmen oder Inhalte erdacht und umgesetzt werden, sollte ein genauer Blick auf die aktuelle Situation vorgenommen werden. Für was steht das Unternehmen? Was liegt ihm am Herzen? Wie spiegelt sich das in der Unternehmenskultur wider? Wie wirkt die aktuelle Arbeitgebermarke? Was unternehmen Wettbewerber? Was macht die Zielgruppen aus? Welche Arbeitgeberpositionierung ist sinnvoll? Und mit welchen Maßnahmen kann die Employer Brand nachhaltig aufgebaut werden?

Die Antworten auf diese Fragen sind die entscheidenden Informationen, die benötigt werden, um eine Employer Branding Strategie zu entwickeln, mit der die Arbeitgebermarke passend kommuniziert werden kann. Die folgenden sieben Schritte sollten Unternehmen in Angriff nehmen, um ihre Employer Branding Strategie zu entwickeln.

1. Unternehmensidentität/Leitbild ergründen: Zweck, Vision, Mission und Werte
2. Unternehmenskultur verstehen: Benefits, Gemeinschaft, Arbeitsweisen und Umgebung
3. Arbeitgebermarke analysieren: aktuelle Story, Maßnahmen und Wirkung
4. Wettbewerber unter die Lupe nehmen: Mitbewerberpositionierungen, Unterschiede und Best/Worst Practices
5. Zielgruppen kennenlernen: Demografie, Bedürfnisse, Mediennutzung und Employee Journey
6. Arbeitgeberpositionierung formulieren: Anker, Treiber und Differenziator
7. Content Strategie festlegen: Zielgruppenbedürfnisse, Kernbotschaften, Umsetzung und Evaluation

In unserem kostenlosen Employer Branding Guide erklären wir jeden der Schritte ausführlich.

Employer Branding Maßnahmen

Wenn alle Fragen zur strategischen Ausrichtung geklärt sind, geht es an die Umsetzung der Maßnahmen und Aktionen zur Stärkung der Arbeitgebermarke. Dabei gibt es selbstverständlich Evergreens – also obligatorische Maßnahmen und Inhalte, mit der die Employer Brand kommuniziert wird. Dazu gehören etwa die Stellenausschreibung, Welcome Packages und mehr. Darüber hinaus sollten sich Unternehmen aber immer auch Gedanken machen, welche einzigartigen Aktionen zu ihrer Employer Brand passen. Damit können Unternehmen herausstechen:

• „Behind the Scenes“-Einblicke
• Unterhaltsamer Video-Content
• Ausführliches Onboarding
• Cooles Arbeitgeber-Merchandise
• Regelmäßiges Coaching und Mentoring
• Anonyme Mitarbeiter*innenbefragungen
• Ausflüge, Offsites und Firmenevents
• Möglichkeiten für Wertschätzung (Awards oder kleine Auszeichnungen)

Eine Übersicht von mehr als 30 Employer Branding Maßnahmen entlang der Employee Journey finden Sie in unserem kostenlosen Employer Branding Guide.

Homeoffice-Pantoffeln mit Arbeitgeber-Branding

Bei der Ausrichtung der Maßnahmen ganz wichtig: In welcher Phase der Employee Journey befinden sich die Adressaten? Die Content Bedürfnisse unterscheiden sich in den Phasen Awareness, Consideration, Decision, Employment und Post-Employment.

Employer Branding Ergebnisse

Unternehmen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, setzen auf strategisches Employer Branding. So werden die Bindung zu bestehenden Mitarbeiter*innen und das Recruiting passender Fachkräfte gestärkt. Davon profitieren die Belegschaft und das Unternehmen mit seinen Produkten oder Dienstleistungen.

Wenn Unternehmen die Eigenschaften ihrer Arbeitgebermarke konkret intern sowie extern aufzeigen und passend kommunizieren können, machen sie aus den Mitarbeiter*innen echte Fans. Das Recruiting wird einfacher, die Mitarbeiter*innenzufriedenheit steigt, das Engagement erhöht sich und die Weiterempfehlungen nehmen zu.

Sie sind an Employer Branding für Ihr Unternehmen interessiert? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!