Das Coronavirus stellt uns vor noch nie da gewesene Herausforderungen. Von jetzt auf gleich herrscht eine fast gespenstige Atmosphäre in leeren Büros. Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus. Wir haben euch deshalb ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr den Umstieg ins Homeoffice erfolgreich meistert.

1. Routine am Morgen beibehalten

Um im Homeoffice zu arbeiten, ist eine Sache unerlässlich: Man muss aufstehen. Beginne am besten jeden Tag ungefähr um dieselbe Uhrzeit mit der Arbeit – ähnlich deiner Startzeit, wenn du ins Büro kommen würdest. Diese Routine hat Vorteile: Der geregelte Ablauf hilft dir, wie auf Schienen in den Arbeitstag zu gleiten. Du musst nicht lange hin- und her überlegen und vermeidest auf diese Weise Entscheidungsmüdigkeit am frühen Morgen. Und was zum Arbeitsstart nicht fehlen darf: Kaffee, Tee oder ein großer Schluck Wasser.

2. Durchatmen und Körper in Gang bringen

Wenn du kein Morgenmuffel bist, geh doch vor der Arbeit eine Runde um den Block oder setz dich eine halbe Stunde aufs Rad. Das macht dich wach und beugt Lagerkoller vor. Es empfiehlt sich, die Frischlufteinheit unbedingt morgens vor der Arbeit zu planen und nicht für die Mittagspause. In stressigen Zeiten wie diesen fällt die Pause oft genug dringenden Gesprächen zum Opfer.

3. Mach es dir bequem

Setz dich aufrecht und bequem an einen Tisch, am besten auf einen Stuhl mit Lehne. Sitze nicht vornübergebeugt auf dem Sofa, mit dem Notebook auf dem Couchtisch – und arbeite schon gar nicht vom Bett aus. Das erscheint die erste halbe Stunde sehr bequem, ist aber auf Dauer nicht nur mies für den Körper, sondern killt auch die Motivation.

4. Achte auf deinen Körper

Wenn möglich, arbeite nicht den ganzen Tag am Notebook, sondern schließe einen Monitor sowie Tastatur und Maus an. Vor allem dein Nacken wird es dir danken, aber auch deine Handgelenke. Für die Gesundheit der Augen gilt die 20-20-20-Regel: Schaue alle 20 Minuten für 20 Sekunden 20 Meter in die Ferne.

5. Auf die Mittagspause achten

Klingt selbstverständlich, aber im Homeoffice vergisst man sie schnell. Pausen sind genau dann besonders wichtig, wenn wir glauben, keine Zeit für sie zu haben. Deine Mittagspause sollte übrigens in deinem Outlook-Kalender stehen, damit sie auch wirklich stattfindet. Ach ja: Am Laptop ein belegtes Brot herunterschlingen, zählt nicht als Mittagspause! Verabrede dich lieber via Teams mit deinen Kolleg*innen zum gemeinsamen virtuellen Lunch. Extrapunkte gibt’s, wenn du es schaffst, mittags gesund zu essen. Dabei hilft es, sich einen Essensplan für die Woche zu erstellen und morgens oder am Vorabend ein paar Vorbereitungen zu treffen.

6. Auf und ab

Lange sitzen ist anstrengend und ermüdet dich. Daher gilt, auch wenn du bequem sitzt: Stehe regelmäßig – am besten jede Stunde für fünf Minuten – auf. Tipp: Wie wäre es, wenn du bei jedem Telefonat aufstehst und ein paar Schritte durch die Wohnung gehst? Du kannst dir auch nur eine Tasse Kaffee oder Tee mit an den Schreibtisch nehmen, damit du aufstehen musst, wenn du Nachschub brauchst.

7. Mitbewohner brauchen Regeln

Wer im Homeoffice nicht allein ist, tut gut daran, sich mit anderen Mitgliedern des Haushalts auf Regeln zu verständigen. Etwa: Tür zu heißt „Bitte nicht stören“.

8. Zum Hörer greifen

Wenn du mit einem Kollegen oder einer Kollegin etwas klären willst, was du normalerweise im persönlichen Gespräch getan hättest: Schreibe keine E-Mail und keine Nachricht im Teams-Chat, sondern rufe direkt an. Das geht nicht nur viel schneller, du vermeidest auf diese Weise auch Missverständnisse – und netter ist es außerdem. Wenn noch Zeit dafür bleibt: Am Telefon kannst du auch mal über Themen reden, die nicht direkt mit der Arbeit zu tun haben. Das würdest du im Büro wahrscheinlich auch machen, oder? Nicht vergessen: Wir sind keine Maschinen – wir brauchen soziale Kontakte, um zu funktionieren.

9. Zieh‘ die Grenze

Am selben Ort arbeiten, an dem man auch wohnt? Das führt bei einigen Menschen dazu, dass sie abends kein Ende finden. Um Arbeit und Freizeit zu trennen, ist daher eine Abendroutine hilfreich. Leicht ist es, wenn du Feierabend machst, den Rechner runterfährst und die Tür zum Arbeitszimmer schließen kannst. Schwieriger wird’s für alle, die wegen geschlossener Kitas und Schulen gezwungen sind, ihre Arbeitszeit zu stückeln, weil sie Kinder betreuen müssen. Vielleicht hilft auch da ein Ritual: Etwa das Notebook ausschalten, zuklappen und in die Schublade legen – und dann eine Runde um den Block gehen.

10. Überlege, welcher dein Weg ist

Derzeit lesen wir auch häufig den Tipp, „man solle sich unbedingt anziehen und herrichten, als würde man zur Arbeit gehen“. Es gibt Leute, denen hilft das – anderen wiederum nicht. Wichtig ist bei allen Homeoffice Guides, Tipps und Co.: Finde für dich selbst heraus, was du brauchst, um dich wohlzufühlen und produktiv arbeiten zu können.

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